Herr Holm – Alle Achtung!

Das Polizeistudio live

Schon zu einer Zeit als noch Wählscheibentelefone, Gummiknüppel und ein automatisierter Wachtresen mit integriertem Laufband die technologische Spitze polizeilicher Ermittlungstätigkeit darstellten, gab es einen, der mit all dem seine liebe Mühe hatte: Herr Holm. Zu seinem eigenen Verdruss – zum Vergnügen der Zuschauer.

Heute aber in einer globalisieren Welt, wo alles mit allem und jeder mit jedem verbunden ist, Nachrichten und Daten in Echtzeit um die Welt gehen, Computer, Überwachungskameras und Trojaner die Fahndung nach Verbrechern bestimmen, da kommt ein Beamter des Mittleren Dienstes manchmal nicht mehr mit. Herr Holm hält sich an alt Bewährtes: Ein Stockschlag wirkt nur analog und virtuelle Gefängniszellen sind nicht sicher. Die Bürger sehen es ähnlich. Die Kriminellen sowieso: Sie wollen echtes Geld, richtigen Stoff und scharfe Waffen. St. Pauli ist keine Spielkonsole.

Herr Holm – einer der letzten Aufrechten. Ein Polizeiobermeister, der noch Haltung wahrt, selbst wenn er am Boden liegt. Der auch denen noch Vorbild sein will, die schon über ihn lachen. Immer bemüht dem großen Durcheinander, dem Verworrenen, Unübersichtlichen in dieser Welt ein bisschen Ordnung abzuringen. Herr Holm gibt nicht auf, auch wenn es ausweglos ist. 

Sein langjähriger Einsatz auf St. Pauli hat Herrn Holm gelehrt: Wer schon in den kleinen Dingen nachgibt, kann im Großen nicht gewinnen. Es beginnt mit einer zerbrochenen Fensterscheibe, verschmierten Hausfassaden, einer weggeworfenen Bierdose und endet schließlich in Chaos, Drogen und Gewalt. Wer meint, Ordnung sei das halbe Leben, der hat die andere Hälfte vergessen.

Herr Holm spricht aus Erfahrung, wenn er sagt: Wir müssen das Pferd von innen einzäunen.

Und das macht er. In seinem Polizeistudio wendet sich Herr Holm an die Bürger dieses Landes, erklärt die Welt im Großen und im Kleinen und gibt den Menschen Tipps, wie sie das tägliche Miteinander ein wenig friedvoller gestalten können.

Getreu dem Motto: Besser Prävention als Repression.